20 März 2013 - 20:30

Die Palästinenser haben die Äußerungen des US-Präsidenten Barack Obama heute in Ramallah, der die Palästinenser zur Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen mit Israel auch ohne einen Siedlungsstopp aufgerufen hat, als zwecklos zurückgewiesen.

Die Palästinenser haben  die Äußerungen des  US-Präsidenten Barack Obama heute in Ramallah, der  die Palästinenser zur Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen mit Israel auch ohne einen Siedlungsstopp aufgerufen hat, als zwecklos  zurückgewiesen. Die Erfahrung habe gezeigt, dass es den Israelis nur darum gehe, an ihr eingentliches Ziel, nämlich "Groß Israel", zu gelangen während die Palästinenser nur durch Widerstand und nicht durch Verhandlung, ihre verloren gegangenen Rechte wiedererlangen könnten, so erklärten  Palästinenser gegenüber Medien in Ramallah.Auf einer  gemeinsamen  Pressekonferenz mit dem Chef der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, antwortete Obama auf eine Frage zur israelischen Siedlungspolitik:  «Wenn es Gespräche nur geben kann, wenn vorher schon alles geregelt ist, dann werden wir nie zu den weiterreichenden Fragen kommen». Zugleich kritisierte er  erneut die israelische Siedlungspolitik: «Wir halten die Siedlungsaktivitäten nicht für etwas Konstruktives oder Angemessenes, für etwas, das den Friedensprozess voranbringen könnte». Eine Zwei-Staaten-Lösung halte er zwar immer noch für möglich, allerdings werde sie schwieriger. «Sie ist unsere beste und eigentlich auch einzige Chance, die friedliche Lösung aller Konflikte zu erreichen», betonte er. Das wichtigste Ziel müsse es sein, Souveränität für die Palästinenser und Sicherheit für die Israelis herzustellen. «Wenn wir das hinbekommen, dann haben wir auch eine Lösung für die Siedlungsfrage», meinte Obama.